Zur Geschichte der Halbinsel Peljesac. peljesac history  About the history of the Peljesac peninsula.
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Vor 8000 Jahren...    8000 years ago...
Die Halbinsel Peljesac war schon in der Jungsteinzeit beliebt. Sensationelle archäologische Funde belegen dies. Sie stammen aus dem Gebiet von Nakovana,
das sich westlich des Sveti Ilija (St. Elias) bis nach Duba erstreckt. Vor 8000 Jahren suchten dort Menschen in Höhlen Schutz.  Hier befinden sich ebenfalls seltene
Tier- und Pflanzenarten. Es wird nun diskutiert, wie Nakovana behutsam für den Tourismus zugänglich gemacht werden kann. 6000 years b.c. settlement prooved in Nakovana (caves). 
     
"Nakovana besitzt zahlreiche historische, natürliche und bauliche Objekte von enormer Bedeutung, die wegen ihrem hohen Wert geschützt werden sollten.
Der Schutz dieser Reichtümer ist eine Voraussetzung für die Entwicklung des ÖKOTOURISMUS. Gerade deswegen arbeitet der Verband UZORNA NAKOVANA
an einem Projekt zur Einrichtung eines geschützten Ökosystems auf dem Gebiet von Nakovana; wir würden das als einen ÖKOLOGISCH- ARCHÄOLOGISCHEN
PARK bezeichnen, in dem sich Denkmäler (kulturhistorische, gebaute und natürliche Denkmäler unter Schutz) befinden."
Uzorna Nakovana )
Discussion led by UZORNA NAKOVANA aimed at protection and opening of the extraordinary historical and nature's opulences.

 

   
       
 
                     
      Die Höhle (Spila) Nakovana. Fotos: TZ-Orebic                                         Nakovan cave               Keramik  aus der Spila Nakovana

 

 

Die Höhle von Nakovana     Spila Nakovana    Nakovana Cave

Eine beeindruckende
Fotodokumentation ihrer Arbeit  in der seit 2000 Jahren ( ! ) unberührten Höhle von Nakovana publizierten die  Archäologen Dr.Timothy Kaiser
(Toronto)  und Prof.Staso Forenbaher (Zagreb).  Im 4. bis 1. Jh.v.Chr. war die Höhle ein illyrisches Heiligtum, was Funde aus der hellenistischen Epoche belegen.
Diese bestehen aus einer Vielzahl von Überresten von Gefäßen, die in Griechenland, in den griechischen Kolonien in Süditalien und an der Adria hergestellt wurden.
Sie befanden sich mehrheitlich am Fuße eines 60 cm hohen phallischen 
Stalagmiten - ebenso wie die sensationellen Überbleibsel einer 2200 Jahre alten
astrologischen Tafel in Form eines Rades aus Elfenbein. 
 "...By then we have already noticed that the majority of sherds is concentrated around the solitary stalagmite. This pillar of rock upstages all else: not only is it in a prominent position
but its shape is unmistakably phallic. Could it be that we have stumbled across an ancient cult place, where mysterious torch-lit rituals were held? At first we all give it some silent thought,
then joke about it in disbelief. Numerous indications, to be discussed in detail in the course of the following chapters, eventually convinced us that indeed we have found a rather special ritual site..."
 
(Dr.Timothy Kaiser's and Prof. S. Forenbaher's documentation of their exploring/excavations of  NAKOVANA cave, which had been untouched since 2000 (!) years.) 

Die illyrische Festung Grad     Illyric fortress Grad

     
Die illyrische Festung "Grad"  (l.) in ca. 1km Entfernung von der Höhle. Von dort oben blickt man auf das Dorf Nakovana.(r.)

 

Antiker Seehandel   Antique maritime trade
Funde, vor allem Keramik aus Nakovana,  lassen vermuten, dass von Peljesac aus ein Teil des antiken  griechischen Seehandels durch Illyrer kontrolliert  (Piraterie) oder für den Erwerb von Gütern genutzt wurde. 
  Archaeological finds like pottery make presume, that the maritime trade of the ancient greeks was controlled (piracy) by the illyric inhabitants of Peljesac or used for the purchase of goods.

      
 Unterwasseraufnahme vor Orebic:Gewölbtes Keramikfragment.
      
Part of pottery under water. Coast at Orebic. > video

In Orebic, in der Nähe von Loviste und besonders auf der Insel Majsan im Peljesac-Kanal wurden Zeugnisse römischer Ansiedlungen entdeckt.  So hatte Majsan Befestigungsanlagen mit drei Türmen und es besaß einem Leuchtturm. Vor Viganj fand man eine gesunkene Galeere mit einer großen Anzahl an Keramikresten südvenetischer Herkunft.   At Orebic, near Loviste and mainly on the island Majsan, situated in the Peljesac-channel, witnesses of roman settlements were found. At Viganj a roman galley with lots of ceramic fragments was discovered.
"Rhatanae Chersonesus" nannte Plinius d.Ä. die Halbinsel. Später wurde daraus die im Mittelalter verwendete Bezeichnung "Rat".

 

Christliche Siedlungen                                                     Christian settlements 
Erhalten ist ein frühchristliches Flachrelief aus dem  6. Jh.   An early christian bas-relief from the 6 th century has been preserved.
Die Gegend um Orebic wurde im 7. und 8. Jh. besiedelt.    The Orebic area was populated in the 7 th and 8 th century.


Während des 11. Jahrhunderts befand sich Peljesac unter
der Herrschaft der Zahumlje.
Im Jahre 1333 kaufte die
Republik Dubrovnik die Halbinsel und behielt sie               During 11 th century ruled by Zahumlje - since 1333 by the Dubrovnik Republik
fünfeinhalb Jahrhunderte. Aus dieser Zeit stammen die
Befestigungsanlagen von Ston.
Nach kurzem französischen Intermezzo, wovon die 
Napoleonische Straße ...                                                       Relict of the French occupation:  Napoleon Road.                                                                                                                                      
                                                        
   Foto: tz-ston
übriggeblieben ist, begann 1814/15 die Herrschaft der
Österreichisch-Ungarischen Monarchie.                          Since 1814/15 part of the austro-hungarian empire.

                                                       


Wie sich auch immer das Ringen der      Mächtigen  um die materiellen Güter
dieses Landstrichs gestaltete - stets war der reiche Erfahrungsschatz ihrer Bewohner gefragt.
So stellte 1856 ein deutscher Philosoph fest:

 

 (..) ist die Küste Illyriens und Dalmatiens eine erstklassige natürliche Schule für tüchtige Seeleute – Matrosen mit kraftvollen Gliedern und furchtlosen Herzen, abgehärtet von den Stürmen, die fast täglich das Adriatische Meer aufwühlen. Die Bora, der große Störenfried dieses Meeres, erhebt sich stets ohne das kleinste Warnungszeichen; mit der Gewalt eines Tornados überfällt sie die Seeleute und gestattet nur dem Kühnsten, auf Deck zu bleiben. Manchmal tobt sie wochenlang und am heftigsten zwischen der Bucht von Cattaro und dem Südende von Istrien. Der Dalmatiner aber ist von Kindheit an gewöhnt, ihr zu trotzen, er wird hart unter ihrem Atem und verachtet die armseligen Winde anderer Meere. So tun sich Luft, Land und See zusammen, um den robusten und nüchternen Seefahrer dieser Küste zu zeugen.     A german philosopher praised the Bura-experienced dalmatian seamen's quality in 1856 as fearless, sturdy, calm, "dispising the poor winds of other seas".

 

 

 


J.Sunj

Aus Orebic, der "Wiege der Kapitäne" stammte auch   
Joze Sunj
der 1861 als Kapitän seines eigenen Schiffes 
"Nikola Despot"  22 Amerikaner während eines Sturms vor Neufundland rettete und dafür vom amerikanischen Präsidenten   
Abraham Lincoln geehrt wurde.


A.Lincoln

In 1861 captain Jozo Sunj from Orebic (Peljesac peninsula), Master of his Barque "Nicolo Despot", obtained official recognition and gold chronometer with engraved dedication from Abraham Lincoln, president of the USA, for having saved the crew of the USA sailor "Homer" in the Atlantic.

       

 

 SEEFAHRT 
 SEAFARING

 


 

   
                                                                                  Aktie der AMS.  Stock of the AMS.
  

 

 

  Im 18. und 19. Jh.  galt  Orebic als  Zentrum der Seefahrt. Von 1865 bis 1891  hatte hier eine der damals bedeutendsten Reedereien ihren Sitz, die Associazione Marittima di Sabioncello  mit einer eigenen Werft. Ihre Segler  fuhren sogar bis Nordamerika und einer ihrer Kapitäne, Jozo Fiscovic, gelangte 1796 von Marseille aus bis nach Mauritius im Indischen Ozean. Trotz des Niedergangs der Reederei und des Ortes infolge der Dampfschifffahrt blieb die Lieblingsbeschäftigung  für die Bewohner  von Orebic und Peljesac die Seefahrt. 
 
  

 

         
 Hafen um 1900      Exponate im Franziskanerkloster

 In the 18 th and 19 th century Orebic had been a center of seafaring. The AMS (Peljesac shipping company) established here from 1865 until 1891 even with own shipyard. Its vessels reached Northamerica and one of their captains, Jozo Fiscovic, sailed from Marsaille to Mauritius.

     

 

    Rechts: Die  -Bark "Eber"  , 775 t, Bj.1870, Kommandant: Kpt. Mrcevic

 


In Janjina brachte die Familie Bjelovucic  allein 30 Kapitäne hervor. Diese Familie besaß eine eigene
Reederei (Rodaci Bjelovucic), die von der Mitte des 19.Jh. bis 1894 bestand. 
In Janjina the Bjelovucic family gave about 30
sea captains. The family had their maritime company (Rodaci Bjelovucic) that existed from the middle of 19th century to the year 1894.

 

 

STON  Verteidigungsanlagen, Salinen und mehr.

 

 Die Salinen von Ston 
 -
ein Geschichtsdenkmal,
 das heute noch in Betrieb ist.

 The salt works of Ston 
  - an historic monument 
  still operating.             


                                  Luftbild: TZ Opcina Ston 

           

Salzgewinnung  aus  dem  Meer  gab  es hier schon  zur Zeit der Illyrer.  Die römischen Eroberer siedelten am Starigrad - Berg.    Im 14. Jahrhundert  wurde  von  Dubrovnik  aus  das  heutige  Ston  in Form  eines  Fünfecks angelegt,  dessen   Seiten  die mächtigen  Schutzmauern  bildeten, mit denen die  Besitztümer auf Peljesac verteidigt werden konnten: allen voran die Salzgärten der Stadt.   Auch heute noch sind sie in Betrieb,  obwohl die Anlage veraltet ist und durch Kriegseinwirkung und ein Erdbeben beschädigt wurde.

    
 

 
Ston:   Die  längste  Verteidigungsmauer  Europas.                 Longest  defence-wall  in  europe.

"When the contruction of the fortification with 5.5 km long walls was finished in 1333, it was the longest fortification complex in Europe and the second largest in the world,after the famous Chinese Wall. Ston is a rich treasury of cultural and historical monuments. Many of them are classfied under the higest category of protection." (tz-ston)
 
                                                                                                                                 
Historisches Foto: tz-ston, www.ston.hr

 

 

Sveti Ilija, und 

 

Auf dem Gipfel des Berges St. Elias (961m) oberhalb von Orebic stand einst die Kirche des Hl. Ilija und Pantelija,  die zwei Statuen der beiden Heiligen beherbergte. Zu dieser Kirche haben die Einwohner von Peljesac Pilgerzüge unternommen. Infolge von Blitzeinschlägen wurde die Kirche zerstört und zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind  von ihr nur die Fundamente und die Statue des Heiligen übriggeblieben. A chapel had existed on Holy Eliah's peak, which was destroyed by lightning. Only its basement and a statue rested at the beginning of the 20th century.
              Im Dorf Nakovana befindet sich das Haus des Torpedo-Erfinders
Ivan Lupis Vukic. 
The house of Ivan Lupis Vukic, who invented the torpedo, is situated in the Nakovana village.

Donja Nakovana

 

 

Donja Nakovana:
Wiederhergestelltes Haus. Reconstructed house.

(Im Hintergrund das Haus der beiden einzigen gegenwärtigen Bewohner des Dorfes.)

 

 

 

 

Teil der Ausstellung.

 

 

 

 

 

 

 

                    

            

            

Nach Uzorna Nakovana hatte in unmittelbarer Nähe des Bergfußes des Sveti Ilija die Wehrmacht während des 2.Weltkriegs eine Festung mit etwa 20 Bunkern gebaut. Dort befand sich eine Luftabwehrzentrale der Deutschen.    Donja Nakovana  wurde  niedergebrannt  und  die  Einwohner  beider  Dörfer vertrieben.  (Fotos von Gornja Nakovana.)      Nach Angaben Einheimischer befanden sich diese bzw. weitere (?) Bunkeranlagen im Bergmassiv zwischen Trstenik und Pijavicino jenseits der Napoleonischen Straße.
German anti-aircraft cannons and fortification with about 20 bunkers at mount Sv.Ilija during worldwar 2. One village was burnt down and the population of both villages in Nakovana had been expelled. Inhabitants of Pijavicino reported that bunkers exists in the mountains between Trstenik and Pijavicino beyond the Napoleon Way.

  
Mala Gospa,
eine der ältesten Kirchen der Halbinsel. (14.Jh.)

One of the oldest churches on Peljesac. (14th century)
            
              
 


 

Um 1900:
Blick von der Altstadt Korcula über den Peljesac-Kanal nach Peljesac und - ganz rechts - Orebic.
(
Bild: korcula.net)

 

Aus: Horae dalmatinae. Dr. Cam. Heller, Bericht über eine Reise nach der Ostküste des adriatischen Meeres, Wien 1863
http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/VZBG_14_0017-0064.pdf 

 

 

"Für alle, die
Abwechslung von den Kulturdenkmälern suchen,
lohnt es sich, die Badestrände in der Umgebung oder die Muschelfischer zu besuchen,
wo es hervorragende Austern gibt.
Mit ein Grund, warum die Region auch als Mekka für Meeresfrüchte-Gourmets
gilt." (ARD)

 

 
                                                               

                                                               BALD  MEHR 

 



 

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